Versatile Blogger Award

Die wunderbare Miss Booleana hat mich liebenswürdigerweise für den VBA nominiert. Herzlichen Dank dafür! So ist es nun an mir sieben Sachen über mich zu sagen. Los gehts!

Ich mach mir gerne selbst ein Bild

aber mehr noch als Fotografie schätze ich den Besuch von Bildergalerien, wobei ich Kunst ganz generell auf naive Weise konsumiere. Dabei kann ich mich lange in einem Bild verlieren – sehr zum Leidwesen vieler Begleiter. Die folgenden drei wohlbekannten Exemplare eignen sich dazu besonders gut.

Die drei Meisterstiche von Albrecht Dürer

Ich will ehrlich sein: Bei Fotografie bin ich erst beim Kauf einer passablen Kamera angekommen… Aber da wäre ja noch OpenGL . . . 😉 Nächster Punkt!

Dicht, Dichter, Dichtung

Risse und Fugen im Leben dichte ich mit Gedichten und Zitaten ab – sie sind auch das was mir einfällt, wenn mir nichts mehr einfällt. In der Hoffnung den Artikel deutlich lesenswerter zu machen ein Zitat:

Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was Dich in Wahrheit hebt und hält
Muß in Dir selber leben.

Wenn’s Deinem Innersten gebricht
An ächten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt Dir Beifall spricht
Ist all Dir wenig nütze.

Das flüchtge Lob, des Tages Ruhm
Magst Du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei Dein Heiligthum:
Vor Dir bestehen können.

Theodor Fontane

Theodor Fontane hat viele tolle Gedichte. Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht schreiben. 😉

So schreitet in dem engen Bretterhaus, Den ganzen Kreis der Schöpfung aus

Eine meiner liebsten Freizeitaktivitäten ist der Besuch von Theaterveranstaltungen. Nur weniges vermag mir in so kurzer Zeit so viele Eindrücke mitzugeben und mich so gleich langfristig zu bereichern. Empfehlungen sind in dieser Kategorie natürlich schwierig, aber mein Eindruck ist, dass die deutschen Theater sehr viel zu bieten haben – nicht zu letzt sicherlich auch aufgrund von erheblichen Steuerzuschüssen. Tendenziell würde ich sagen: Je wichtiger die Stadt desto besser ihr bestes Theater. 😉

Was ich schreibe, liest kaum ein Mensch

Bei Bloggern kann man das Wesen gewöhnlich aus dem Namen lesen: Ich bin Softwareentwickler. 😉 Die Neigung in Richtung IT ist schon früh durch die Anschaffung eines Computers gestärkt wurden, aber die Ausrichtung auf Softwareentwicklung hat sich erst später gefestigt. Erstrebenswert wäre für mich auch eine Tätigkeit in der Forschung gewesen, allerdings ist der Bedarf an Softwareentwicklern größer und meine Fähigkeiten dort besser aufgehoben. Das heißt natürlich nicht, dass ich meinen Beruf nicht mag – ich schätze die Kombination aus Technik und Sprache sehr.

Ich laufe gerne vor Problemen davon 😉

Als Ausgleich zur vielen Zeit am Schreibtisch und um den Kopf frei zu kriegen gehe ich oft laufen. 😉 Viel zu selten gehe ich wandern und auf der Urlaubsliste stauen sich diverse Wandervorhaben, wie z.B. der West Highland Way in Schottland.

Ich trink Schokolade

Ich bin ganz heiß auf Trinkschokolade – eines meiner schlimmsten Laster 😉 und leider vielerorts auch eine bittere Enttäuschung. Daher bin ich nun stolzer Besitzer eines Trinkschokoladenerhitzers – ein wahres Wunderwerk der Technik. Dem geneigten Leser sei an dieser Stelle Camondas echte dunkle Trinkschokolade vom Autor wärmstens empfohlen.

Ich mag Wortspiele

und habe dabei eine unnatürlich hohe Schmerzschwelle. Ich hoffe das wirkt jetzt nicht konstruiert … Keine Angst, dass war der letzte Punkt. 🙂

Gerne würde ich das Stöckchen nun weiterreichen, aber die von mir verfolgten Blogs wurden entweder bereits nominiert oder derartige Awards sind dort unüblich.

So, nun ist zumindest der Weihnachtsbeitrag nicht mehr ganz oben. Vielen Dank fürs Lesen! 🙂

Frohe Weihnachten

Das Jahr ist fast vollendet,
bald heilig wird die Nacht.
Die Grüße sind versendet,
die Lieben sind bedacht.

So schreitet die Zeit voran.
Jawohl, sie bleibt nicht stehn!
Jawohl! Auf gleiche Weise,
wollen wir unsere Wege gehn.

Und doch wollen wir bedenken,
die vergangene Zeit.
Für die Zukunft soll sie schenken:
Halt und Heiterkeit.

In diesem Sinne ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest liebe Leserinnen und Leser.  🙂

Buchbericht: Vom Schlechten des Guten

oder Hekates Lösungen von Paul Watzlawick

Kurzweilig und humorvoll beschreibt Paul Watzlawick sogenannte Patendlösungen um ins Verderben zu laufen. Das mag an und für sich nicht sonderlich wissenswert wirken und doch scheinen diese Lösungen aufgrund der von ihnen suggerierten Sicherheit und Absolutheit häufiger Anwendung zu finden als man es für möglich hält.

Dabei nimmt Watzlawick den Leser an die Hand und versucht ihn mittels einer kleinen 123-seitigen Reise durch einige Problemanschauungen und zugehörige Lösungsstrategien zu sich selbst zu führen. Seine Argumentation stützt er dabei durch zahlreiche wertvolle Literaturstellen deren Verbindung das Buch lesenswert machen.

Den Anfang nimmt die Diskussion bei Shakespeares Macbeth, der getrieben von seinem Machthunger den Mächten der Schicksalsgöttin Hekate verfällt und dabei auf grausame und selbstzerstörerische Weise zugrunde geht.

coverDie folgenden Stationen der Reise sind weniger bekannt, dafür aber näher an der gefühlten Realität. Ihnen ist gemeinsam, dass sie durch Reduktion versuchen Sachverhalte fassbar und dadurch lösbar zu machen. Der Versuch das Erfühlen der Realität durch sie zu ersetzen, macht sie zu Patendlösungen in denen sich die Realität nur noch in ihrem Scheitern offenbaren kann. Als Anhänger des Konstruktivismus weist Watzlawick allerdings drauf hin, dass die Realität von uns ohnehin nicht erkannt werden kann und sie uns lediglich durch eine Wirklichkeitskonstruktion zugänglich ist oder um es direkt mit Watzlawicks Worten zu sagen:

Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Ernst wird sie erst durch das sture Beharren auf einer unpassenden Konstruktion. Als weit verbreitete Patendlösungen sieht Watzlawick die Reduktion von Sachverhalten auf ein gegensätzliches entweder und oder, deren scheinbare Sicherheit in einer möglichst großen Entfernung zwischen richtig und falsch zu liegen scheint. Aber genau dadurch wird auch das Spektrum der Lösungsmöglichkeiten sehr stark einschränkt zumal jedes Extrem auch oft sein Gegenteil enthält.

Eine weitere von ihm angeführte und offensichtlich sehr weit verbreitete Patendlösungen ist das Nullsummenspiel. Unter der Annahme, dass der zu verteilende Kuchen begrenzt ist, besteht die optimale Handlungsstrategie nach der Spieltheorie in einem aggressiven Angriff, denn jeder Verlust des Mitspielers muss zu einem eigenen Gewinn führen. Jeder Beteiligte des Spiels wird zwangsläufig zu dieser Strategie gezwungen oder geht unter. In diesem Spiel sind Macht und Taktik alles was man braucht. Dabei wird ausgeblendet, dass das meiste Miteinander zum Zweck hat Werte zu schaffen die zu groß für einen Einzelnen sind und daher per se kein Nullsummenspiel ist. Interessant ist die Frage, ob Wertschöpfung unter solchen Bedingungen überhaupt effizient möglich ist.

Da keine der dargestellten Patendlösungen vernünftig erscheint, stellt sich die Frage, wieso der Mensch als vernunftbegabtes Wesen diese so oft anwendet. Man mag wohl meinen, dass es an einem Mangel an Selbst und fehlendem Vertrauen liegt. Watzlawick versucht diese Vertrauen anhand von liebevollen Fallbeispielen herzustellen und liefert als letzte Station der Reise dem Leser gute Gründe sich nicht selbst Mangel leiden zu lassen um ihn in die Position zu versetzen aus sich selbst schöpfen zu können, was für das Führen eines selbstbestimmten Lebens zentral ist.

Wer Lust auf mehr und weitere Patendlösungen bekommen hat, wer mitunter wissen möchte warum Männer Ellipsen und Frauen Kreise sind ;), dem ist das Buch durchaus zu empfehlen. Auch weil es schnell gelesen ist und auf unterhaltende Weise viel bietet.

Wertung:

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Von Ilsenburg zum Brocken

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

(Heinrich Heine)

Um der Welt der Rechtecke für ein Weilchen zu entfliehen, habe ich vor Kurzem einen Abstecher in das schöne Ilsetal unternommen. Geplant war ursprünglich eine kurze Rundwanderung von Ilsenburg über die rote Brücke zur Plessenburg, allerdings läuft nicht immer alles wie geplant… 😉

Gestartet ist die Reise am Bahnhof von Ilsenburg und nach knapp einer halben Stunde Fußweg wird man bereits vom satten Grün des Ilsetals umschlungen und vermag kaum ein Rechteck mehr zu finden:

PforteIlsetal

Die Pforte des Ilsetals

Wenn man sich auf den wilden Pfaden die Ilse entlang durchs Grüne schlängelt, wird einem spätestens durch das ein oder andere Schild bewusst, dass man sich Heinrich Heine auf den Fersen befindet aus dessen Harzreise auch das obige Zitat stammt. Da er Die Ilse bereits wortreich bedacht hat, beschränke ich mich auf einige Fotos ;):

Beflügelt von der grünen Pracht schreitet man durch das traumhaft schöne Ilsetal weiter den Harz hinauf. Auch wenn die Wege problemlos begehbar sind, sollte man einen Rest Aufmerksamkeit für die Wahl seiner Schritte aufsparen. Wenn man das tut, dann erreicht man nach knapp einer Stunde die Ilsefälle und kann auf so manchem Fels inmitten der Ilse verschnaufen und das ein oder andere Foto machen:

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Die Ilsefälle

Kurze Zeit später hat man dann auch schon fast die rote Brücke erreicht und darf einen ersten freien Blick auf den Brocken werfen:

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Schnell mag man bei diesem Anblick glauben, dass es zum Brocken ja nun auch gar nicht mehr so weit sein kann und spontan der Wegbeschilderung folgend seine Wanderroute zum Brocken hin abändern. Die Beschilderung ist unmissverständlich, aber die Länge und der Anstieg des Weges entspricht nicht dem optischen Eindruck und führt einen über die Quelle der Ilse entlang des Urwaldstiegs bis hin zum Brocken.

Auf dem Brocken angekommen trifft man so manchen seltenen und flüchtigen Brockenbesucher

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und wird mit einem freien Blick über das Harzer Umland belohnt:

Brockenblick2

Neben der schönen Aussicht gibt es auf dem Brocken auch noch die besten Wiener Würstchen weit und breit, welche allerdings noch flüchtiger sind als der Fuchs und daher fotografisch nicht festgehalten werden konnten.

Für die von mir beschriebene Route sollte man ohne Rückweg etwa 4 Stunden einplanen. Für die Planung weiterer Wanderungen werde ich wohl auf Google Earth zurückgreifen. Die von mir beschrittene Route ist im folgenden Bild weiß eingezeichnet. Der landschaftlich wohl noch deutlich reichere Heinrich Heine Weg ist rot dargestellt und mag anderen Wanderern als Empfehlung dienen.

Übersicht

 

 

Blogparade: Antiheld – die „echten“ Protagonisten

Lester Burnham (Kevin Spacey in American Beauty)

Lester Burnham ist 42 Jahre alt, verheiratet und Vater einer 16-jährigen Tochter und lebt ein oberflächlich betrachtet idyllisches Leben. Der zu Beginn konfliktscheue und innerlich leere Lester glaubt an der Mitte seines Lebens angekommen zu sein und stellt fest, dass er nicht länger bereit ist sich durch Betäubung und Selbsttäuschung den Erwartungen seines Umfeldes zu fügen. Er beginnt seine Lebensträume mehr oder weniger rücksichtslos zu verwirklichen und stellt dabei fest, dass man nicht viel Luxus für ein erfülltes Leben benötigt und dass er so einiges von echtem Wert bereits in seinen Händen hält.

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© 1999 DreamWorks

Eugene Morrow (Jude Law) und Vincent Anton Freeman (Ethan Hawke) in Gattaca

In der Welt von Gattaca wird der Status eines Individuums durch seine DNA festgelegt und die freie Entfaltung des Einzelnen dadurch unterdrückt. Der Film erzählt die Heldengeschichte des Übermenschen Jerome Morrow, einer Person die als Individuum in Wirklichkeit nicht mehr existiert (bzw. nie existierte). Sie ist nur noch eine Fassade, die vom als genetisch minderwertig angesehenen Vincent Freeman und vom nun im Rollstuhl sitzenden (Jerome) Eugene Morrow aufrecht erhalten wird. Eugene ist dabei der Antiheld im klassischen Sinn. Erdrückt von der Last seiner hohen Geburt verliert er den Willen in der Gesellschaft weiterzuleben. Er versuchte sich das Leben zu nehmen und kann seitdem nicht mehr laufen. Ursache und Ausdruck für sein Scheitern ist die Silbermedaille die er in seinem früheren Leben als Swimstar gewann. Er versteht und verachtet die diskriminierende Gesellschaft. In der Verwirklichung von Vincents Lebenstraum findet er einen neuen Sinn für seine Existenz und überwindet dadurch die auf Leistung reduzierende Gesellschaft und seinen aus ihr entstandenen inneren Konflikt.

Vincent sehe ich ebenfalls als Antiheld an, da er viele Schwächen besitzt, die ihn von der Gesellschaft distanzieren. Wenn man allerdings lediglich seine Errungenschaften bewertet, ist er eher als Held statt als Antiheld anzusehen.

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© 1997 Columbia Pictures Industries, INC.

 Der namenlose Protagonist von Fight Club (gespielt von Edward Norton)

Zerbrochen an seinem Umfeld und an seiner inneren Leere erklärt der namenlose Protagonist sich selbst und der Gesellschaft den Krieg und findet beim Versuch das eine wie das andere zu zerstören sich am Ende selbst.

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© 1999 Twentieth Century Fox

 Winston Smith (John Hurt in 1984 aus dem Jahre 1984)

Im Würgegriff einer totalitären Gesellschaft gibt Winston die traurige Antwort auf die Frage, ob ein Individuum seine Integrität vor allen Einflüssen bewahren kann.

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© 1984 Orion Pcitures Corporation, © 2015 Twentieth Century Fox

Howard Beale (Peter Finch in Network)

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© 1976 Twentieth Century Fox

1984: Another interpretation

Recently I finished reading 1984 and it is definitely worth to be read, though its not particularly entertaining to read, but it is a book to dwell on. This article will do so to a certain extent. Since it is an interpretation spoilers will be part of it.

The world of 1984 is a world of totalitarianism. Being written from 1946 till 1948 after the downfall of Nazism and during the period of Stalinism it seems to reflect the skeleton of such societies and projects it into the future. Fortunately at least in Western Europe we are spared from such a curtailing society, but the differences are more in scale than in means, which makes the world of 1984 still understandable. When taking the course of history into consideration I find it impressive that some people were able to estimate certain events so well and I am concerned about the technological possibilities that such state would have in our day and age. But to me the most interesting part of the book is not the society, but the individual, the question where a collective has to begin and where it has to end in order to leave enough space for a human being to exist.

The individual is represented by Winston, who seems to be the last person with a sense for ethics and humanity. But Winston is also shaped by the world of 1984 and was therefore never able to develop and maintain a self-aware and independent personality. When reading the book one wonders what separates Winston from other people in the world of 1984. Why are most of the people unable to feel like Winston the unjustness of their society? Why does Winston seem to be the only person with a memory? Aswers to these questions and understanding of Winstons character might be contained in the verses

“Oranges and lemons”, say the bells of St Clement´s,
“You owe me three farthings”, say the bells of St Martin´s,
“When will you pay me?”, say the bells of Old Bailey,
“When I grow rich”, say the bells of Shoreditch.
Here comes a candle to light you to bed
And here comes a chopper to chop off your head!

which Winston collects during key events of the story. They belong to the nursery rhyme Oranges and Lemons. It dates back to the 18. century and by providing a link to another real society it links the futuristic world of 1984 to the past. The mentioned names refer to certain buldings in London. St Clement´s could possibly refer to St. Clement Danes where starting in 1919 oranges and lemons were distributed to poor children in need. St Martin-in-the-Fields could refer to the parish church of the royal family and can also be connected historically to the Admirality. Old Bailey is the Central Criminal Court. Shoreditch is a church in the Londoner East End, which was famous for its slums and poverty. The last two verses could refer to the execution of criminals. In the Londoner society of the 18. century theft could be punished by execution. This was considered necessary in order to stop theft from going out of hands in contemplation of huge poverty.

The main elements are need, dept and guilt followed by a harsh punishment, which does not take circumstances into consideration. Winston is haunted during the story by dreams of his childhood. At the beginning of the story he has one a vague understanding of them (page 31) . He is unable to remember details of his past. My guess is, that his experiences of family and love allow him to maintain a personality outside of Big Brothers reach. But due to hunger and misery he betrayed his family, sullying what he held dear most and becoming impure in the process. On page 132 Winston says:

‘I hate purity, I hate goodness! I don´t want any virtue to exist, anywhere.  I want everyone to be corrupt to the bones.’

The symbol of this betrayal and of Winstons guilt is the rat and his fear of rats comes from the pain of stripping away what he held and still holds dear most:

“To the confusion of the Thought Police? To the death of Big Brother? To humanity? To the future?”
“To the past”, said Winston.
(p.184)

On page 151 it is revealed, that rats attack children wherefore woman do not dare to leave a baby alone for two minutes. Winston is quite aware of it as it is his worst nightmare and somehow I think that this happend to his little sister after she and his mother had disappeared. Winston hates the big brother that he was in the same way as he hates the Big Brother of 1984 and he cannot forgive himself. When interrogated by O´Brien about his loyalty to the Brotherhood he gives the following answers:

“To commit acts of sabotage which may cause the death of hundreds of innocent people?”
“Yes.”
(p. 179)

“You are prepared to commit suicide, if and when we order you to do so?”
“Yes.”
(p. 180)

Due to this I consider misery, need and guilt key experiences being not the foundation but the limitation of Winstons character by stopping him from becoming self-aware. They are the reason, why he writes his diary and why he wants O´Brien to read it. He wants to be understood and to be forgiven for what he is. He wants to meet O´Brien in the place where there is no darkness.

When he is confronted with his greatest fear in room 101, he betrays Julia giving away his dearest again. This betrayal leaves Winston empty making it impossible for him to accept himself nor the love of others.  It cuts him loose from his previous life, because he rejects his person completely. He does not want to recognize himself nor the world around him anymore. Due to this he opens up to doublethink, because it provides him a way so solve issues by ignoring them. I guess the most people in 1984 do not posses a memory, because they do not want to remember, they want to forget, because facing reality would mean to become conscious of the chains holding them down. But deep down everyone instinctively knows the truth, even the simplest among them:

‘And then I started talking in my sleep. Do you know what they heard me saying?’ […]
‘”Down with Big Brother!” Yes, I said it over and over again, it seems. […]”‘
(Parsons on p. 245)

This gives rise to a subconscious conflict and the two minutes hate is a ritual to strengthen the process of self-rejection. Goldstein is a symbol for the rebel in each person. The inner party also knows about this, wherefore they rule by inflicting pain in order to be able to detect and crush resistance. They are corrupted by power, because it allows them to extend their influence beyond the limitations of their own body. By using others as extension for their own will and by reducing them to mere cells of their omnipotent body, they also do not value a single person anymore, because it is expendable. For the sake of maintaining this body they are willing to beat any virtue of humankind and in the process the possibility of any development in rubble. Only empty shells can survive this. At the end Winston is one of them:

The long-hoped-for bullet was entering his brain. […] He had won the victory over himself. He loved Big Brother.
(p. 311)

This concludes my collection of thoughts regarding 1984 at least for the scope of this article. Based on it I think that a community needs to

  • protect people from misery
  • provide freedom to the individual to unfold their personality
  • limit the influence of one individual over others

in order to provide an environment for a human existence. Thank you for reading this article of mine, I hope you found it somewhat interesting. Have you read 1984? If so, what are your thougths about it? Can you agree with this article or do you disagree? I admit that a fair amount of guessing is part of it. Please leave a comment below if you like. 🙂

A perspective on programming

In this article I will describe my view on writing code and which objectives I follow in order to structure it.

The main goal of programming is to describe functionality in a language, which can be understood by a computer. But this alone is not a good objective in order to write good code. To me the main objective should be the minimization of human effort in order to provide an application. As I focus this little discussion of mine on code, I will reduce its context to the code related entities as sketched below:

 

context.png

The programming language provides the primitives to formulate problems in a way that is understandable by programmers and computers. To write code means not only to communicate with a computer, but also with other developers. To work in a team on an application often has the following implications:

  • The application will be expensive and therefore likely live long.
  • The code needs to be adapted to new requirements during its lifetime.

With increasing team size the effort spent on reading & understanding code in order to subsequently modify it will therefore likely increase as well.

In order to write good code it is therefore important to write easily readable code. The functionality of an application is often not intrinsically difficult. The difficulties in reading and understanding it mostly arise from high complexity. Complexity can be reduced by ordering the underlying functionality hierarchically, which means by subdividing it into mostly independent parts until the complexity of each part is at an understandable level. The most programming languages I know provide primitives to support the object oriented programming paradigma, wherefore I consider each part to be represented by a certain class. Here is my personal rule of thumb for applying subdivision:

If a class has more than 500 lines of code and contains more than one concept it should be subdivided.

The following sketch tries to visualize the result of this strategy and will be described below.

hierarchy.png

Each class is displayed by a circle, where the complexity of its functionality is visualized by its area and its interface by its circumference. In order to form the complete functionality of the application, relations between these classes have to be created as visualized by the gray connections. The classes are circled in gray, because each relationship works directly on a class, the whole interface of the class is visible in the relationship. When only a fraction of the classes interface is necessary in the relation, then this unnecessarily increases the scope of the wrapped functionality. In order to make only the necessary part of the classes interface visible in the relation, it should be stored in a separate interface which should again be implemented by the class. In the relation the separate interface should be referenced instead of directly referencing the class.  In the sketch below the interfaces of the classes were split into several separate interfaces. The part of the interface known in a relation is colored in gray again.

InterfaceForRelations.png

To be easily readable, the code should feel intuitive to the reader. Natural languages are intuitive to humans and some of their primitives correspond to primitives of programming languages. I think the most important group of primitives of a natural language are substantives. The first words which a baby learns are mostly substantives, which might encourage this assumption. The object oriented pendant to a substantive is a class. The embedding of substantives into a sentence is similar to a programming statement on class instances. The sentence introduces context to the substantive and depends only on the aspects of the substantive relevant in the given context. Similar as an interface restricts access to class instance it subjects the substatives versatility by making it its subject. The sentences predicate is similar to an objects method.

Probably these ideas are already lined out in a lot of books in a cleaner fashion. Also one rule of programming is that there is no rule without exception. However, if you found it beneficial to read another persons perspective or would like to share your view on programming, please leave a comment below. 🙂 Here are some questions I am particularly interested in:

  • When do you consider a class to huge?
  • Which books would you suggest to improve language independent programming skills?